EU-Parlament: Stellungnahme zu eRechnungen
Am 05.05.2010 verabschiedete das EU-Parlament seine Stellungnahme zur Änderung der MwSt-Richtlinie im Hinblick auf die Rechnungsstellung. Damit ist der Weg für die endgültige Verabschiedung des Vorschlags frei. Die Stellungnahme des EU-Parlaments, in der die Gleichstellung von Papier- und eRechnungen sowie der Wegfall des Erfordernisses einer eSignatur oder des EDI-Verfahrens befürwortet wird, ist formale Voraussetzung für die Verabschiedung der Richtlinie im Rat, inhaltlich aber nicht bindend.
So sieht die Richtlinie vor, die voraussichtlich am 08.06.2010 auf dem Rat der Wirtschafts- und Finanzminister beschlossen wird, dass eRechnungen akzeptiert werden, wenn der Aussteller und der Empfänger der Rechnung die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit gewährleisten können - durch "Business controls", die einen verlässlichen Prüfpfad zwischen einer Rechnung und einer Lieferung oder Dienstleistung schaffen, z. B. durch fortgeschrittene elektronische Signaturen oder durch elektronischen Datenaustausch (EDI). Eine Einigung mit diesem Inhalt hatten die Minister bereits am 16.03.2010 erzielt.
Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel
Weitere Informationen
- Bericht: Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 2006/112/EG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem hinsichtlich der Rechnungsstellungsvorschriften
- Beratungsergebnis: Vorschlag für eine Richtlinie des Rates zur Änderung der Richtlinie 2006/112/EG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem hinsichtlich der Rechnungsstellungsvorschriften (PDF-Datei)







